Dienstag, 18. Oktober 2016

Zwei Bildschirme steigern Leistung

Die Bildschirmflächen an Arbeitsplätzen werden immer größer: Statt an einem 19-Zoll-Einzelbildschirm arbeiten immer mehr Menschen an zwei Bildschirmen. Das hat keine gesundheitlichen Nachteile - im Gegenteil. Laut einer Studie sind Doppelbildschirmvarianten effektiver.


Der klassische Arbeitsplatz mit einem 19-Zoll-Monitor wird immer häufiger durch Zwei-Bildschirm-Umgebungen ersetzt. Beliebt sind auch Großbildschirme (large screen display) oder sogar mehr als zwei Bildschirme. 

Die gesundheitlichen Auswirkungen dieses Trends in physiologischer wie psychologischer Hinsicht hat nun das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) untersucht. In der Laborstudie wurde ein klassischer 22-Zoll-Einzelbildschirm-Arbeitsplatz mit zwei Varianten eines Doppelbildschirm-Arbeitsplatzes verglichen.

Die Forscher wollten damit Hinweise auf mögliche Gefährdungen finden und daraus Empfehlungen zur Gesundheitsvorsorge ableiten. Im Ergebnis sprechen die in der Studie erzielten Leistungen wie auch die Präferenzen der Versuchspersonen für die Verwendung von Doppelbildschirm-Arbeitsplätzen. 

Konkret untersucht wurden Körperhaltungen, -bewegungen und -positionen, muskuläre Aktivitäten im Schulter- und Nackenbereich, Lidschlussfrequenzen, also das Blinzeln, Veränderungen der Sehschärfe, der eingenommene Bildschirmabstand, qualitative und quantitative Leistungsparameter sowie das subjektive Empfinden der Versuchspersonen.

Einflussfaktoren Ergonomie und Software

Die zehn Probanden, fünf männlich, fünf weiblich, führten drei standardisierte Büroaufgaben aus: einen Text abschreiben, zwei vermeintlich identische Texte vergleichen und Datensätze in eine Tabelle einsortieren. 

"Die Ergebnisse der messtechnischen Untersuchungen ergaben keine signifikanten Hinweise auf physiologisch limitierend wirkende Faktoren an den untersuchten Bildschirmarbeitsplätzen", heißt es in der Studie. Daher hält das IFA eine grundlegende Erweiterung der bestehenden Präventionsempfehlungen zur Bildschirmnutzung an Büroarbeitsplätzen nicht für notwendig.

Für die erzielten Leistungen, die Zufriedenheit der Nutzer und die gemessene Lidschlussfrequenz könne vielmehr von einem Vorteil bei zwei Bildschirmen ausgegangen werden. Wie die Studienergebnisse zeigten, könne auch die jeweilige Aufgabenstellung Einfluss auf die physiologischen Parameter haben. 

Dies mache deutlich, dass neben der klassischen Ergonomie auch die Softwareergonomie bei der Einrichtung eines Bildschirm-Arbeitsplatzes einen hohen Stellenwert besitze. (ucy)

Dieser Artikel von mir erschien zuerst auf der Seite golem.de.

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